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Auswandern nach Frankreich – Ein Zettel, ein Gefühl und unser Weg nach La Rochère

  • Autorenbild: Arlette Pinggera
    Arlette Pinggera
  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Es gibt viele Wege auszuwandern. Manche beginnen mit langen Listen, mit Besichtigungen, mit Plänen.

Unser Weg begann mit einer Entscheidung.


Als wir erfuhren, dass unser Wohn- und Arbeitsraum im Engadin verkauft werden sollte, war für uns vor allem eines klar:

Wir wollten auf keinen Fall zurück in ein Angestelltenverhältnis. Und nicht in eine Mietwohnung.


Wir hatten zu diesem Zeitpunkt zwar ein Haus in Bad Ragaz, doch um dort wirklich anzukommen, hätte es Raum für eine Werkstatt gebraucht. Diesen fanden wir nicht.


Also begannen wir zu suchen.

Zuerst in der Schweiz - im Jura, im Tessin. Später auch im nahen Italien.

Diese Auswahl hatte ihren Grund. Joos sagte von Anfang an: "Ich lerne nicht noch einmal eine neue Sprache."

Seine Sprachwelt besteht aus Romanisch, Schweizerdeutsch und Italienisch. Eine weitere wollten wir nicht hinzufügen.

Doch die Suche verlief sich.


In der Schweiz war alles, was uns berührte, entweder zu klein, zu renovierungsbedürftig oder schlicht zu teuer. In Italien fanden wir vieles, das uns gefiel, aber sobald es konkret wurde, trat in uns beiden eine leise Distanz ein.

Irgendwann fiel der Blick nach Frankreich.

Und damit begann etwas Neues.


Etwa fünf Monate lang durchsuchte ich das Internet. Nicht nur nach Häusern, sondern nach einem Gefühl.

Wann immer wir etwas fanden, das uns ansprach, schrieben wir den Ort auf einen kleinen Zettel.

„Haus in …“

Wir falteten ihn. Setzten uns hin. Schlossen die Augen. Und hörten.

Nicht immer war das, was wir spürten, gleich.

Und solange nicht von uns beiden ein klares Ja kam, gab es keinen Grund, irgendwohin zu fahren.


Dann kam dieser eine Zettel: "Haus in LA Rochère"


Und plötzlich war da etwas anderes. Ruhig. Klar. Stimmig für uns beide.

Wie die Geschichte weiterging, wissen viele, die hier schon länger mitlesen.

Doch etwas hat sich erst mit der Zeit gezeigt: Die besondere Energie, die wir von Anfang an gespürt haben, gehörte nicht nur einem Haus. Sie gehörte diesem Ort.


Unser erstes Zuhause hier war wunderbar. Und doch hat es noch einmal eine Bewegung gebraucht, bis sich alles wirklich rund angefühlt hat.

Heute, in unserem neuen Haus, ist genau dieses Gefühl da. Still. Klar. Richtig.

Und wir sind dankbar für diese kleine, einfache Methode, die uns hierher geführt hat.

Manchmal braucht es keine langen Listen. Sondern einen Zettel. Und die Bereitschaft, ihm zuzuhören.


À bientôt




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Les idées respirent ici.

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