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Ort im Werden - Eine kleine Insel im Alltag
Es gibt Orte, die entstehen nicht aus einem klaren Plan, sondern aus einem Gefühl. Man weiss nicht genau, wie sie aussehen werden, aber man spürt sehr deutlich, wie sie sich anfühlen sollen.
In unserem Nebengebäude beginnt gerade eine Verwandlung. Noch ist nicht sichtbar, was daraus wird. Es gibt keine Etiketten, keine fertigen Bilder, keine klaren Versprechen. Nur diese leise Ahnung, dass ein Raum entstehen darf, der mehr ist als ein Raum.
16. Feb.


Die Haute-Saône entdecken, im Rhythmus der Langsamkeit
Die Haute-Saône entdecken heißt, einen Ort zu hören, bevor man ihn sieht. Und manchmal braucht es dazu weniger Augen und mehr Zeit. Vielleicht sogar ein bisschen Stille. Nicht die grosse. Eher die kleine, freundliche. Die, die auf leisen Sohlen kommt und sagt: "Schau nochmal hin." So beginnen alle Geschichten auf diesem Blog. Mit einem zweiten Blick. Mit einem langsamen Schritt. Mit der zärtlichen Erkenntnis, dass Schönheit nicht ruft. Sie flüstert. Die Haute-Saône ist kein O
10. Feb.


Noel und der Hefeteig
Wir begegneten Noel am letzten Wochenende vor Weihnachten, an unserem eigenen kleinen Weihnachtsmarkt, in der Wohnwerkstatt in der Schweiz. Ein Ort, der einmal Restaurant war, dann Treffpunkt, dann Erinnerung und an manchen Tagen wieder ganz lebendig.
Ein halbes Jahr zuvor hatten wir unser Restaurant im Engadin eröffnet. Es war mein erster Winter dort oben, unser erster Weihnachtsmarkt in S-chanf und wir hatten ehrlich gesagt keine Ahnung, was uns erwarten würde.
28. Dez. 2025


Gilberts Wände
Gilbert war ein Mann, der sein Leben lang seinen eigenen Kopf gehabt hatte.
In seiner Altstadtwohnung in Lyon war alles, wie er es mochte. Das knarrende Parkett, die schweren Vorhänge, das alte Grammophon in der Ecke. Und die Tapeten. Ach, die Tapeten!
Sie waren schon seit Jahrzehnten an den Wänden, löchrig, verblasst, stellenweise abgeblättert und genau so mochte Gilbert sie.
25. Dez. 2025


Wir sind nur die Hüter dieses Hauses
Am 9. Dezember, etwas mehr als einen Monat nach unserem Einzug, war es endlich so weit: Wir haben am letzen Dienstag den Kaufvertrag für unser neues Zuhause unterschrieben.
Endlich. Endlich gehört das Haus, in dem wir jeden Morgen aufwachen, auch offiziell uns.
Und diese seltsame Zwischenwelt, in der wir, vom Notar genehmigt, in einem Haus leben durften, das uns noch nicht gehörte, ist beendet. Ein Zustand der sich etwas anfühlte, wie ein geliehener Pullover.
13. Dez. 2025


Eine kleine Weihnachtsgeschichte über das, was bleibt.
Es gibt Dinge im Leben, die wir nie wegwerfen würden, auch wenn sie weder schön präsentiert noch täglich benutzt werden. Sie liegen irgendwo in Schachteln, wandern von Haus zu Haus, begleiten uns im Verborgenen, manchmal über Jahre hinweg. Und dann passiert es: ein Umzug, ein neuer Anfang, ein bisschen Staub, ein bisschen Chaos und plötzlich hält man etwas längst vergessenes in der Hand. Eine kleine Trouvaille, die sich still zwischen all den Kartons versteckt hat und geduldi
5. Dez. 2025
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