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Meilenstein

  • Autorenbild: Arlette Pinggera
    Arlette Pinggera
  • 20. Okt. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 8. Nov. 2025

Heute ist der 5. September 2022 und wir haben unterschrieben!


Diesen Satz wollten wir am 5. September veröffentlichen, aber es kam anders.

Die Geschichte ist irgendwie der Brüller und setzte unserer Odisee der letzten zwei Jahre die Krone auf.


Wir machten uns an jenem 5. September in freudiger Erwartung auf die, aus dem Engadin kommend, doch etwas längere Reise, um unseren Termin bei Monsieur Notar wahrzunehmen.

Bevor wir das Haus betraten, wurde uns eröffnet, dass man gespannt sei, ob denn nun die Überschreibung stattfinden könne. Auf unseren Einwand, genau deswegen seien wir so weit zu diesem Termin gefahren, sagte uns der Verkäufer es gäbe gewisse Probleme mit der Bank.


Und dann sassen wir alle zusammen, Maklerin, Dolmetscher, Verkäuferpaar und wir zwei, vor dem grossen Tisch im Büro von Maître Notar und Joos und ich vielen fast von unseren Stühlen, als er uns sagte, dass die Überschreibung an diesem Tag nicht stattfinden könne.

Wir konnten aber einen Vollmacht unterzeichnen, so dass er, wenn denn alle Probleme aus der Welt geschafft seinen, ohne weitere Verzögerung für uns die Überschreibung ausführen könne.


Die geplante Woche Ferien in unserem neu erworbenen Haus, durften wir trotzdem antreten. Nur war es halt nicht unser Haus und wir kamen uns vor wie zwei illegale Hausbesetzer. Erholsam war diese Woche jedenfalls nicht.


Und dann ging die Warterei weiter.

Irgendwann vor ca. drei Wochen, baten wir eine aus Frankreich stammende Bekannte, für uns mit Maître Notar ein klärendes Telefongespräch zu führen.

Wir wollten seine Einschätzung hören und vor allem wissen, was denn eigentlich das Problem darstellt, welches einem etwas zügigeren Verkauf im Wege stand. Dieses Telefonat hat uns dann etwas beruhigt, wir wussten aber gleichzeitig, dass das Warten noch nicht zu Ende war.

Über die tatsächlichen Gründe all dieser Probleme und Verzögerungen werden wir hier zum Schutz des Verkäufers nichts schreiben. Für uns waren diese Wochen des Wartens eine Tortur.


Gestern kam endlich die erlösende E-mail.

Die sehr sympathische Maklerin schrieb uns:

"J'ai le plaisir de vous annoncer que votre acquisition de la maison de La Rochère sera officiellement actée jeudi 20 octobre".

Was soviel heisst wie, ab heute gehört das Haus offiziell uns!


Wir sind nun also stolze Besitzer eines alten Herrenhauses in Frankreich. Was für ein Satz. Was für ein Gefühl.


Bei unserem ersten Besuch in La Rochère hat uns dieses Haus und der kleine Ort bereits verzaubert und wir sind optimistisch, dass es unseren zukünftigen Gästen genau so ergehen wird.

Hier kann man zur Ruhe kommen, hier darf die Seele entspannen.


Wir werden die verbleibenden sechs ein halb Wochen in der Wohnwerkstatt geniessen und zusammen mit unseren Gästen zu einer ganz besonderen Zeit machen.


Und dann sind wir weg!


À bientôt





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