Projekt Küchenrenovation

Für den Moment lassen wir den Garten einfach Garten sein.
Ende Juni habe ich hier über Veränderungen geschrieben.
Darüber, dass wir inzwischen gelernt haben, Ideen nicht mehr sofort hinterherzulaufen. Dass sie bei uns noch immer wie kleine Post-its im Kopf auftauchen, wir sie aber nicht mehr alle gleichzeitig in die Hand nehmen.
Seitdem ist einiges passiert.
Wir haben vor allem im Garten gearbeitet. Es gibt noch immer Ecken, die frei geschnitten werden müssen, um dem bestehenden schönen Baumbestand Licht und Platz zu geben.
Und dann war da noch das Holz. 20 Ster hatte Joos in den Wochen zuvor im Wald geschlagen. Die mussten erst einmal aus dem Wald und nach Hause. Auch das lässt sich nicht einfach auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.
Und irgendwann, vor etwa zwei Wochen, haben wir uns hingesetzt und eine Dringlichkeitsliste gemacht. Keine Wunschliste.
Keine Sammlung all dessen, was wir irgendwann einmal gerne verändern würden. Sondern eine Liste mit den Dingen, die jetzt tatsächlich an der Reihe sind. Und heute haben wir mit dem ersten Punkt begonnen.
Projekt Küche. Wobei „beginnen“ bei einem alten Haus ein ziemlich dehnbarer Begriff sein kann.
Bevor wir in der Küche überhaupt mit den nötigen Arbeiten anfangen können, muss zunächst der angrenzende Stall komplett geräumt werden. Dort wird der Boden betoniert. Danach können Boiler und Heizung aus der Küche in den Stall umziehen und die nötigen Leitungen und Anschlüsse gemacht werden. Erst dann können wir uns der Küche zu widmen.
Auch dort müssen zunächst zwei kleine, eingebaute Räume weichen. Sie nehmen Platz weg, den wir künftig anders brauchen werden. Danach aber wartet ein Raum auf uns, der erstaunlich gut erhalten ist. Der Boden besteht aus alten Sandsteinen.
Das alte Mauerwerk der Wände ist intakt. Die Balken der Decke sind gesund. Und das freut uns sehr. Denn wir wollen keine neue Küche in einen alten Raum bauen, der dafür bis auf die Grundmauern verändert werden muss. Wir möchten vielmehr mit dem arbeiten, was bereits da ist.
Viel freilegen müssen wir nicht, denn das haben die Vorbesitzer bereits erledigt. Wir werden nur wegnehmen, was nicht mehr gebraucht wird. Und dann schauen, was dieser Raum zu erzählen hat.
Für uns ist das überhaupt eine der schönsten Seiten eines alten Hauses. Es beginnt selten bei null. Es ist immer schon etwas da. Man muss nur genau genug hinschauen.
Heute ist also noch nicht besonders viel passiert. Der Stall ist noch nicht fertig geräumt, die Heizung steht noch an ihrem alten Platz und die beiden kleinen Räume in der Küche sind ebenfalls noch da.
Aber etwas hat sich verändert. Das Küchen-Post-it ist vom Stapel genommen worden. Und damit ist aus einer Idee ein Projekt geworden. Eines, das wir jetzt Schritt für Schritt angehen werden.
Wir haben keine Eile, denn wir haben ja bereits eine Küche im Haus. Sie funktioniert wunderbar, ist gemütlich und hat alles was wir aktuell benötigen. Warum wir trotzdem eine weitere Küche bauen und was dann aus unserer bestehenden Küche wird, schreibe ich euch beim nächsten Post.
À bientôt
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